Schienungstherapie

Die Schienung und die nachfolgende funktionelle Belastung zielen auf eine Regeneration parodontaler Strukturen. Die Schiene sollte einfach anzubringen sein, eine normale Zahnbeweglichkeit erlauben und eine optimale Mundhygiene approximal und marginal an den verletzten Zähnen gewährleisten.

Die Titan-Trauma-Schiene (TTS, Fa. Medartis, Basel, Schweiz) erfüllt diese Anforderungen und hat sich mittlerweile in der Traumatologie als Standard etabliert.

Bewährt hat sich außerdem die Verwendung selbstkonditionierender Adhäsivsysteme für die Zahnkonditionierung. Auf diese Weise entfällt das Absprühen der Phosphorsäure, das mit einer Kontamination der Adhäsivfläche durch eine eventuell verursachte Blutung einhergehen kann.

Die Verwendung eines fließfähigen Komposits in einer möglichst zahnfremden Farbe erleichtert die spätere Entfernung der Schiene unter maximaler Zahnhartsubstanzschonung.

Die Schienung jeweils unter Einbezug eines gesunden Nachbarzahnes auf beiden Seiten des verletzten Zahnes ist ausreichend.
Die gängigen Schienungszeiten sind abhängig von der Verletzungsart: 

 

VerletzungsartSchienungsdauer
Wurzelquerfraktur 4 Wochen (max. 12 Wochen)
Konkussion 2 Wochen
Lockerung 2 Wochen
Extrusion 2 Wochen
Laterale Dislokation 2-4 Wochen
Intrusion 2 Wochen
Avulsion 1-2 Wochen
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