Diagnostik nach Zahntrauma

Bei einem Zahntrauma können 5 Gewebearten potentiell verletzt sein:

  • Zahnhartsubstanz,
  • Pulpa,
  • Parodont,
  • angrenzender Alveolarknochen und
  • Mundschleimhaut.

Zur Gesamtbeurteilung des Verletzungsausmaßes sowie für eine adäquate Therapie ist eine zielgerichtete Diagnostik erforderlich.

Klinische Untersuchung:

• Feststellung von Zahnlockerungen, Dislokationen, Verletzungen der Weichgewebe
• Überprüfung von Sensibilität und Perkussion Erhebung zirkulärer Sondierungstiefen

Radiologische Untersuchung

• Mundfilme aller potentiell verletzter Zähne
• Panoramaschichtaufnahme bei Verdacht auf Kieferbruch und Alveolarfortsatzfrakturen.
• DVT nur bei komplexen Fällen.

Da häufig mit kombinierten Verletzungen zu rechnen ist, dürfen weniger offensichtliche Verletzungen am gleichen Zahn, an Nachbarzähnen oder an antagonistischen Zähnen nicht übersehen werden. Alveolarfortsatz-, Unterkiefer-, Mittelgesichtsfrakturen und weitere schwerwiegendere Verletzungen im Kopf-Hals-Bereich sind auszuschliessen. Im Verdachtsfall ist eine umgehende Weiterleitung des Patienten an einen MKG-Chirurgen erforderlich. Alle Befunde und Diagnosen sind zu dokumentieren. Eine Hilfestellung gibt hier das Traumachart (LINK)

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